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Fensteranschlussfolien

Fensteranschlussfolien werden auf der Innenraum-Seite zur Herstellung dauerhafter Luftdichtigkeit und auf der Außenseite zur Erzielung von Schlagregendichtigkeit eingesetzt. Je nach Beanspruchung gibt es Unterschiede in den Eigenschaften. Herkömmliche Folien sind als überputzbar gekennzeichnet, was in der Regel mit Vlieskaschierungen erreicht werden kann.

Fensteranschlussfolien werden zumeist in der Kombination mit Montageschäumen eingesetzt. Sie eignen sich ideal, um dem Grundsatz der Fensterfugenabdichtung gerecht zu werden, welches dem Prinzip "innen dichter als außen" folgt. Die Wahl der geeigneten Folien mit der Kombination eines Fugenschaums ermöglicht es dem Anwender, ein nach IFT-Leitfaden gefordertes sd-Gefälle über den Fugenquerschnitt zu erreichen. Fensteranschlussfolien können sowohl selbstklebend zum Bauwerkskörper angeschlossen werden als auch in Kombination mit einer Nahtpaste eingesetzt werden. Durch ihre Beschaffenheit eignen sie sich auch dazu, exponierte Einbaulagen und komplexere Falzgeometrien abzudichten. 

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Fensterfolien für den Außenbereich

Diese stellen die schlagregensichere und dampfdiffusionsoffene äußere Anschlussfuge sicher. Durch ihre Klebestreifen, welche gleich- oder wechselseitig am Fensterprofil montiert werden können, mit einer vollflächigen Klebeschicht oder aber Folienkleber wird ein flächiger, zum Bauwerkskörper dampfdiffusionsoffener Anschluss sichergestellt werden.

Durch die Vlieskaschierte Oberfläche wird sichergestellt, dass Folgegewerke wie Verputzer oder Maler problemlos ihre Materialien auf die Fensterfolie applizieren können ohne Unverträglichkeiten zu erwarten. Die Folie haftet nahezu auf allen Oberflächen, wenn diese glatt ausgearbeitet sind (Glattstrich). In manchen Fällen kann es notwendig sein, einen Haftvermittler (Primer) zu verwenden.

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Fensterfolien für den Innenbereich

Die innere Fensterfolie dient dem luftdichten Abschluss. Die Folie ist zumeist diffusionshemmend eingestellt und soll somit verhindern, dass feucht-warme Raumluft in den Funktionsbereich eindringen kann und es dann zu Feuchteschäden in der Wärmedämmebene kommt. Die Fensterfolie kann wechselseitig oder gleichseitig auf den Fensterstock geklebt werden.

Der Anschluss zum Bauwerk wird über einen Klebestreifen sichergestellt oder die Folie wird mit Folienkleber vollflächig verklebt. Durch die höhere, diffusionshemmende Einstellung ist die Folie zumeist etwas steifer als die äußere Folie, bietet jedoch immer noch die Flexibilität, um Ecken und Kanten sauber auszugestalten.

Soudafoil 360H Folienkleber

Vorteile durch hohe Flexibilität

Fensterfolien bieten ein hohes Maß an Flexibilität. Gerade größere Fugenbreiten können so in Verbindung mit Schaum professionell abgedichtet und zum Baukörper sicher verklebt werden. Durch die Ausbildung einer Entlastungsschleife (Hohlkehle) werden zudem Bewegungen, welche durch thermische Ausdehnung, Bauwerkssenkungen usw. zu erwarten sind, sicher aufgenommen. Eine Entlastungsschleife kann Bewegung aufnehmen und verhindert so, dass angrenzende Verputze oder Verkleidungen in Mitleidenschaft gezogen werden und sich abspalten. Die Ausbildung der Ecken, sowohl an den oberen Anschlüssen als auch bei dem Anschluss zum Sockelprofil, sollte immer besondere Beachtung finden. Flexible Folien eignen sich bei fachgerechter und sauberer Ausführung hervorragend dazu, in den schwierigen Bereichen von Eckausbildungen eine umlaufende luftdichte bzw. schlagregendichte Ebene zu schaffen. Besonders hier spielen Fensterfolien ihre Stärken aus.

Die Haftung von Untergründen 

Die Untergründe spielen bei allen Folien zur Abdichtung von Fensterfugen eine entscheidende Rolle. Die Oberflächen müssen immer plan ausgeführt sein (Glattstrich). Zumeist haften alle Fensterfolien auf allen üblichen Untergründen, welche der Bau vorgibt. Es empfielt sich allerdings immer, vorab einen Haftungstest durchzuführen. 

Sollte der Untergrund nicht die notwendige Haftung bieten, so kann mithilfe eines Primers die Untergrundhaftung verbessert werden. 

Wertevergleich Fensteranschlussfolien

   SWS Vario Extra   SWS Inside Extra  SWS Inside Extra ALU  SWS Outside Extra  SWS Inside Standard  SWS Outside
 Standard
Luftdurchlässigkeit
(in Fugen) 
 a ~ 0 m³/[hm(daPa)n]  a ≤ 0,1 m³/[hm(daPa)n]  a ≤ 0,1 m³/[hm(daPa)n]  a ≤ 0,1 m³/[hm(daPa)n]  a ≤ 0,1 m³/[hm(daPa)n]  a ≤ 0,1 m³/[hm(daPa)n]
Schlagregendichtheit
(in Fugen) 
 ≥1050 Pa  -  -  ≥ 600 Pa  -  ≥ 600 Pa
Temperaturwechsel-beständigkeit  -30 °C → 80 °C  -30 °C → 80 °C  -30 °C → 80 °C  -30 °C → 80 °C  -30 °C → 80 °C  -30 °C → 80 °C
Wasserdampfdurch-gangskoeffizient (sd)  0,15 m bis 10 m  ≥ 47 m  ≥ 1500 m  ≤ 0,72 m  ≥ 47 m  ≤ 0,06 m
Feuerwiderstands-klasse  Klasse E 
 (normal entflammbar)
 Klasse E 
 (normal entflammbar)
 Klasse E 
 (normal entflammbar)
 Klasse E 
 (normal entflammbar)
 Klasse E 
 (normal entflammbar)
 Klasse E 
 (normal entflammbar)

 

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Was leisten Fensteranschlussfolien

Hochwertige Fensteranschlussfolien zur Versiegelung und Isolation von Fensteranschlüssen stellen bei fachgerechter und qualifizierter Montage der Folien eine sehr sichere Möglichkeit zur Abdichtung der Fuge dar. Die Folien im Soudal Window System (SWS) sind einzeln zertifiziert und bieten einzigartige, durchdachte Kombinationen aus fortschrittlichen Einzelprodukten zur Abdichtung zwischen Fassade und Wand. Die optimale Versiegelung von Fensterfugen garantiert die Luftdichtheit innen, die Wärme- und Schallisolierung im Kern und einen exzellenten Schutz vor diversen Wettereinflüssen außen. Das System erfüllt die Vorgaben aus dem GEG, der DIN 4108-7 und der RAL-Richtlinie zur Fenstermontage.

Vorteile

  • Perfekte Luftdichtheit
  • Optimaler Wetterschutz
  • Überbrückung breiter Fugen
  • Sehr gute Verarbeitbarkeit
  • Flexibel
  • Gute Ausformung der Ecken
  • Einfache Anwendung
  • Sichere Ausführung
  • Reißfest
Folienbreite_Zeichnung

Die Wahl der richtigen Folienbreite

Bei Neubauten sind Fugenmaße von ca. 15 mm üblich. Das Soudal Window System (SWS) eignet sich ebenso für stärker ausgebildete Fugen, die beispielsweise bei Renovierungsvorhaben oder jeder Form der Verschalung, darunter Aluminium, Holz und PVC, entstehen können und bietet auch Lösungen für die passive Bauweise. 

Folienabdeckung Laibung 

Bei der Verarbeitung ist darauf zu achten das die passende Folie zu dem jeweiligen Fenstersystem etc. eingesetzt wird. Weiter soll die Fugendichtungsfolie die Laibung nicht mehr als 50 Prozent Laibungstiefe und nicht mehr als 60 mm überdecken.

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Die korrekte Verklebung der Fensterfolie

Die Folie wird je nach Einbausituation mit dem Klebestreifen wechselseitig entlang des äußeren Fensterprofils aufgebracht und angedrückt. Hierbei muss auf die richtige Wahl der jeweiligen Eckausbildung geachtet werden. Wenn die Fensterfolie von vorne auf den Rahmen geklebt werden soll, wird der Klebestreifen auf der gleichklebenden Seite verwendet. In den Ecken können die Folien um die Folienbreite überstehen, sodass die Ecken geschlossen sind. Es kann sowohl die Zuschnitt- als auch die Laschen-Technik an den Ecken verwendet werden. 

Eckenausbildung mit Zuschnitt 

Zuerst die rechte, linke und obere Folie auf das Fenstermaß zuzüglich der Einbauluft zuschneiden. Im Anschluss beim Aufbringen die Folie mit der Einbauluft überstehen lassen und anschließend die Quer-Folie ebenfalls mit der Einbauluft verkleben. Die Ecken zum Schluss sauber auf die Klebestreifen setzen und Ecke ausbilden.

Laschenbildung an den Ecken

Zuerst die Fensterfolie umlaufend um das Fenster kleben und in den beiden oberen Ecken diese mit der benötigten Einbauluft als Lasche ausbilden.

Die Techniken in der Übersicht

Zuschnitt-Technik 1
Zuschnitt-Technik 2
Laschen-Technik

Anwendungsbeispiele zu Fensteranschlussfolien

 

Beispiel_SWS_Vario_Extra_Soudafoam_PURe_Zeichnung

Beispiel zu SWS Vario Extra Fensteranschlussfolie:

Sowohl innen als auch außen verarbeitet; Mauerwerksbündige Außenfolie verklebt auf die nach außen gerichtete Seite des Fensterrahmens

Wetterschutzebene 
SWS Vario Extra

Funktionsebene 
Soudafoam PURe

Raumebene 
SWS Vario Extra


 

Beispiel_SWS_Inside_Extra_Soudafoam_PURe

Beispiel zu SWS Inside Extra Fensteranschlussfolie:

Beidseitig überputzter Fensteranschluss

Wetterschutzebene 
Soudaband 600 BG1

Funktionsebene 
Soudafoam PURe

Raumebene 
SWS Inside Extra


 

SWS Outside Extra Zeichnung

Beispiel zu SWS Outside Extra Fensteranschlussfolie:

Zweischaliges Mauerwerk mit Folienanschluss

Wetterschutzebene 
SWS Outside Extra

Funktionsebene 
Flexifoam

Raumebene 
SWS Inside Extra


 

Beispiel_Soudaband_600_BG1_Zeichnung

Beispiel zu SWS Inside Extra Fensteranschlussfolie:

Verwendung im WDVS System; Außen mit BG1 Band zum Mauerwerk hin, Funktionsebene gewährleistet durch Flexifoam; Innerer Folienanschluss mit Fensterdichtband Innen

Wetterschutzebene 
Soudaband 600 BG1

Funktionsebene 
Flexifoam

Raumebene 
SWS Inside Extra


 

SWS Inside Standard Zeichnung

Beispiel zu SWS Inside Standard Fensteranschlussfolie:

Altbausanierung; Außen mit Dichtungsmasse auf Hybridpolymer-Basis Soudaseal 215 LM, innen wird die Laibung durch zusätzlich flankierende Maßnahmen ertüchtigt; Der luftdichte Anschluss wird hier über SWS Inside Standard hergestellt

Wetterschutzebene 
Soudaseal 215 LM

Funktionsebene 
Flexifoam

Raumebene 
SWS Inside Standard

Abdichtung mit Soudaband 600 BG1, Flexifoam und SWS Inside Extra

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Produktvorschau Kompriband 600-BG1

Dieses Beispiel zeigt die Verwendung eines Kompribandes in Kombination mit Fensterfolien.

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Verklebung von dem Klebestreifen auf dem Fensterrahmen

Zuerst wird die Folie mit dem Klebestreifen auf dem Fensterrahmen verklebt.

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2-3 cm bei aufeinander treffen der Kompribänder

Treffen die Kompribänder an den Ecken aufeinander, lässt man die seitlichen Bänder 2 bis 3 cm überstehen. Das mittige Band wird bündig gestoßen.

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Innenfolie mit dem Klebestreifen auf den Rahmen geklebt

Anschließend wird die Innenfolie mit dem Klebestreifen auf dem Fensterrahmen verklebt. 

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Die Folie wird an den Ecken überstehend aufgebracht und anschließend die Quer-Folie ebenfalls mit etwas Einbauluft verklebt. 

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Fensterelement wird in die Laibung eingesetzt

Danach wird das Fensterelement in die Laibung eingesetzt, zur Lastabtragung unterlegt und anschließend ausgerichtet und mechanisch befestigt.

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Fuge wird von innen befeuchtet

Nachdem das Kompriband außen aufgegangen ist, wird die Fuge von innen befeuchtet.

8

Auffüllung mit PU-Schaum von innen

Darauf folgt das Auffüllen mit dem PU-Schaum von innen.

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Fensterfolie wird mit Laibung verklebt

Zum Abschluss wird die Fensterfolie auf der Laibung verklebt.

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